Walking in sunshine

Links...Rechts....Links.... Ich kam beim Aufstieg nur sehr langsam voran. Aber anders war das nicht möglich und vor allem auch nicht nötig, denn wir seien hier schließlich nicht beim Militär. Er erwähnte dies bereits zum dritten Mal heute. Und dabei waren wir erst seit einer halben Stunde zu Fuß unterwegs. Er, unser Wanderführer, hart an der Grenze zwischen lustig und verrückt, redete andauernd. Man bekam schon fast das Gefühl, dass er immer nur etwas sagen wollte, um irgendetwas gesagt zu haben.
Rechts...Links...Rechts... Ganz langsam setze ich einen Fuß nach dem anderen auf die lehmige rote Erde. Schaute man sich um sah man hinter uns zuerst grünbraune Felder und weiter unten das kleine Dorf, welches wir hinter uns ließen. Vor uns befand sich der Wald aus einer Mischung aus Laubbäumen, Lianen und Bambusrohren.
Die Luft war schwül, die Sonne schien auf meine Haut und ich war nass. Der Schweiß war überall. Auf der Stirn, im Nacken, auf den Armen, auf den Beinen und Füßen. Und vor allem unter meinem T-Shirt, welches davon vollkommen durchtränkt worden war. Ich bereute bereits jetzt nur ein T-Shirt mittengenommen zu haben. Es hätte mir ja eigentlich klar sein können, aber manchmal denkt man einfach nicht nach. Aber hey, immerhin hatte ich eine lange Hose und meinen riesigen Rucksack dabei. Er lässt sich ja viel bequemer tragen als der kleine... . Warum habe ich nochmal diese zweitägige Wanderung durch den Dschungel im Norden von Thailand gebucht? 

Diese Woche bin ich relativ viel zu Fuß gegangen. Aber ich fange lieber mal ganz vorne an. Die Reise vom Süden in den Norden Thailands verlief relativ ereignislos. Fähre. Bus. Warten am Flughafen. Starten. Landen
Da ich ja ein neues Ladegerät für meine Kamera brauchte, ging ich als allererstes zu Fuß zum nächsten Einkaufszentrum, wo ich einen Kameladen aufsuchte und mir den Ersatz besorgte. Und da ich nun so in der Stimmung zu laufen war, ging ich glatt die restliche Strecke vom Flughafen in mein Hostel, ein etwas mehr als einstündiger Marsch durch die sonnige und schwüle Innenstadt von Chiang Mai, einer Stadt im Norden Thailands, bekannt für seine über 700 Tempel.
Und die Tempel waren auch das erste, was ich mir anschaute.
Ein ganz besonderer Tempel ist der Wat Prathat Doi Suthep, etwas außerhalb und auf einem Berg und entsprechend mit einer Sicht auf ganz Chiang Mai.
Außerdem lernte ich in einer Kochschule ein paar Gerichte der thailändischen Küche zu kochen.
Und zum Schluss nahm ich an einer zweitägigen Wanderung durch den Dschungel im Norden, die den Besuch eines Elefenatencamps, eine Wanderung (insgesamt 1000 Höhenmeter bei 33 Grad), eine Übernachtung in einem Dorf von Einheimischen und eine Fahrt auf einem Bambusfloß beinhaltete.
Die Nachtmärkte in Chiang Mai bieten übrigens eine tolle Möglichkeit zum essen und einkaufen.
Insgesamt blieb ich fünf Nächte in Chiang Mai und mein nächster Halt wird Pai, eine kleine Stadt in der wunderschönen Berglandschaft nördlich von Chiang Mai, sein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0