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Vientiane

Vientiane, die laotische Hauptstadt, ist eine dieser Städte, die sich perfekt dafür eignet nicht viel zu tun. Es gibt nämlich nicht so viele Möglichkeiten und man kann alles wichtige an einem Tag sehen. Aber manchmal braucht man diese paar Tage, in denen man ein paar Dinge, die liegen geblieben sind, nachholt. 

 

So verbrachte ich ein paar sehr entspannte Tage und hab meine Fotos sortiert und mal eine Serie geguckt. Das, was ich aber dann doch in der Stadt gemacht hab war sehr schön. Es gibt einen Nachtmarkt und eine Promenade, von der man auf Thailand, was direkt am anderen Ufer liegt, blicken kann.

Beeindruckt hat mich vor allem das COPE Visitor Center, ein Museum über den Vietnamkrieg und die Folgen für Laos und die laotische Bevölkerung. Ich habe nichtmal Fotos davon gemacht, so sehr hat mich das mitgenommen.

 

Dann gibt es eine Art Arc de Triomphe, Patuxai, das ein Denkmal für die Unabhängigkeit von Frankreich darstellt.

Und den Buddha Park, einen kleinen Park mit ganz vielen religiösen Steinstatuen.

Und natürlich gibt es auch einen Tempel, den ziemlich beeindruckenden Pia That Luang.

Nach ein paar ziemlich entspannten Tagen verließ ich Laos in Richtung Vietnam.

2,5 Arten Vang Vieng zu entdecken

Das allererste, was mir nach der Ankunft in Vang Vieng aufgefallen ist, war die wunderschöne Umgebung, die von den zahlreichen Gesteins-Formationen geprägt ist.
Dementsprechend wollte ich die Umgebung selber erkunden. Das kleine Problem war allerdings, dass wir wirklich nicht danach war. 
Ich glaube es kommt für fast jeden Reisenden irgendwann so ein Zeitpunkt, an dem man ein bisschen mit der Verdauung zu kämpfen hat. Das Essen und die Zutaten sind anders, als man es von zu Hause kennt und auf die Hygiene wird vielleicht auch nicht ganz so geachtet.

Deshalb erkundete ich die Umgebung knapp zwei Tage lang vom Bett aus. Wirklich schöne Fotos konnte ich dabei nicht machen und erspare euch die Details. Die beiden anderen Arten Vang Vieng zu entdecken waren deutlich angenehmer. 

Da das Land ist zwischen den Bergen relativ flach ist, bietet es sich an mit einem Fahrrad durch die Gegend zu fahren und mal hier und da zu halten.
Und weil ich während der Fahrradfahrt einen Heißluftballon entdeckt habe, dachte ich mir, dass ich das vielleicht auch machen könnte. Vang Vieng von oben, warum nicht?! Gesagt, getan und nach ein bisschen Recherche stand ich am nächsten morgen in so einem Korb. 
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Geburtstag auf dem Mekong

Haaaaappy birthday to youuuu! Happy birthday to youuuuu! Haaappy Biiiirthday dear Artem, haaaappy birthday to youuuu!" Und dann steht man da, völlig sprachlos und ist mit der Gesamtsituation ein wenig überfordert. 
Es ist der dritte Juni 2017, mein 28. Geburtstag, ein Tag, den ich am liebsten mit meiner Familie und Freunden verbracht hätte. Stattdessen stehe ich hier am Ufer des Mekong, knapp 10.000 Kilometer weit weg von zu Hause, in Luang Prabang, im Norden von Laos. Und diese beiden Menschen, die auf offener Straße gerade für mich gesungen haben, kannte ich bis vor kurzem gar nicht. Es ist manchmal wirklich seltsam, wie sich die Dinge fügen können... Aber ich fange lieber mal vorne an.

Von meiner letzten Station in Thailand (Pai) bin ich mit dem Bus nach Luang Prabang (Laos) gefahren. Unterwegs hatten wir ganz kurz Zeit uns den Weißen Tempel in Chiang Rai anzuschauen.
Die Fahrt dauerte insgesamt knapp 24 Stunden und es ging zuerst mit einem Minivan zurück nach Chiang Mai und von dort aus mit einem anderen Minivan zur laotischen Grenze, wo ich in einen Bus gestiegen bin. 
Der Bus war ein kleines bisschen abenteuerlich, denn er hat keine Sitze, sondern Doppelstockbetten. Und wenn es mal voll sein sollte, teilt man sich eben das Bett mit einem der Mitfahrer. So lag ich den ersten Teil der Strecke neben einer älteren asiatischen Frau, konnte später aber nach ganz hinten in den Bus umziehen, wo ich es mir zwischen all den Taschen gemütlich gemacht habe. 
Luang Prabang liegt direkt am Mekong und dementsprechend habe ich viel Zeit am Wasser verbracht und bin mit den Booten gefahren. 
Die Stadt selber sieht wegen ihrer Kolonialgewchichte eher ziemlich Europäisch aus, hat aber natürlich auch viele Tempel und in der Mitte einen Hügel, von dem man aus die gesamte Umgebung überblicken kann.
Etwas weiter außerhalb der Stadt gibt es einen extrem schönen Wasserfall.
Und an meinem Geburtstag unternahm ich eine Tour zu einer Höhle auf dem Mekong und lernte dabei zwei Menschen (andere Backpacker) kennen, mit denen ich den restlichen Tag verbracht habe.
Es war definitiv ein Geburtstag, an den ich mich noch länger erinnern werde und bin froh ihn mit zwei netten Menschen gemütlich auf dem Mekong und abends auf dem Nachtmarkt verbracht zu haben. Ein guter Anfang in Laos, nächster Stopp: Vang Vieng, etwas weiter südlich von Luang Prabang. Aber auch ganz wichtig: In Luang Prabang besorgte ich mir ein 30 Tage Visum für Vietnam, dem nächsten Land.
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Weit weg und doch zu Hause

Pai ist eine von diesen Städten, in denen es auf den allerersten Blick nichts zu sehen gibt. Sie ist sehr klein, wirkt ziemlich verschlafen und es gibt im Prinzip nur eine Straße, auf der jeden Abend ein Nachtmarkt stattfindet. 
In Südostasien gibt es wirklich viele Nachtmärkte. Es gibt neben einer Menge verschiedener Essensstände auch eine Menge Stände mit allem anderen: Kleidung, Spielzeug, Souveniers, Schmuck, Kunst, wasauchimmer. Man findet eigentlich alles und gleichzeitig gar nichts mehr wieder.
Pai ist anders. Nach bereits einem Abend kennt man den Nachtmarkt und die ganze Stadt. Man weiß direkt, wo man etwas findet und fühlt sich gleich ein bisschen wie zu Hause.

Die "Innenstadt" hat man also relativ schnell abgehackt. Warum bin ich dann trotzdem 6 Nächte geblieben? Weil es drumherum ziemlich viel zu entdecken gibt. Und am besten auf einem Roller.
Zusammen mit Marcel und Leander, die ich zuvor in Chiang Mai bei der Dschungel-Wanderung kennengelernt habe, fuhr ich durch die Gegend. Es gibt Verschiedenes zu entdecken. Beispielsweise Aussichtspunkte. 
Eine riesige weiße Buddhastatue.
Den Pai Canyon, welcher besonders schön zum Sonnenaufgang- oder Untergang ist.
Lod Cave. Eine ziemlich beeindruckende und wirklich große Höhle mit sehr vielen Fledermäusen. 
Und ein kleines bisschen mehr.
Die Zeit in Pai war wirklich sehr schön. Total entspannt und perfekt zum runterkommen. Ich glaube irgendwo hier habe ich endlich halbwegs realisiert, dass ich in einer ganz anderen Welt bin. Und gleichzeitig aber auch irgendwie zu Hause. Das ist Pai.

Und das war auch mein letzter Stop in Thailand. Als nächstes geht's nach Laos. 
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Walking in sunshine

Links...Rechts....Links.... Ich kam beim Aufstieg nur sehr langsam voran. Aber anders war das nicht möglich und vor allem auch nicht nötig, denn wir seien hier schließlich nicht beim Militär. Er erwähnte dies bereits zum dritten Mal heute. Und dabei waren wir erst seit einer halben Stunde zu Fuß unterwegs. Er, unser Wanderführer, hart an der Grenze zwischen lustig und verrückt, redete andauernd. Man bekam schon fast das Gefühl, dass er immer nur etwas sagen wollte, um irgendetwas gesagt zu haben.
Rechts...Links...Rechts... Ganz langsam setze ich einen Fuß nach dem anderen auf die lehmige rote Erde. Schaute man sich um sah man hinter uns zuerst grünbraune Felder und weiter unten das kleine Dorf, welches wir hinter uns ließen. Vor uns befand sich der Wald aus einer Mischung aus Laubbäumen, Lianen und Bambusrohren.
Die Luft war schwül, die Sonne schien auf meine Haut und ich war nass. Der Schweiß war überall. Auf der Stirn, im Nacken, auf den Armen, auf den Beinen und Füßen. Und vor allem unter meinem T-Shirt, welches davon vollkommen durchtränkt worden war. Ich bereute bereits jetzt nur ein T-Shirt mittengenommen zu haben. Es hätte mir ja eigentlich klar sein können, aber manchmal denkt man einfach nicht nach. Aber hey, immerhin hatte ich eine lange Hose und meinen riesigen Rucksack dabei. Er lässt sich ja viel bequemer tragen als der kleine... . Warum habe ich nochmal diese zweitägige Wanderung durch den Dschungel im Norden von Thailand gebucht? 

Diese Woche bin ich relativ viel zu Fuß gegangen. Aber ich fange lieber mal ganz vorne an. Die Reise vom Süden in den Norden Thailands verlief relativ ereignislos. Fähre. Bus. Warten am Flughafen. Starten. Landen
Da ich ja ein neues Ladegerät für meine Kamera brauchte, ging ich als allererstes zu Fuß zum nächsten Einkaufszentrum, wo ich einen Kameladen aufsuchte und mir den Ersatz besorgte. Und da ich nun so in der Stimmung zu laufen war, ging ich glatt die restliche Strecke vom Flughafen in mein Hostel, ein etwas mehr als einstündiger Marsch durch die sonnige und schwüle Innenstadt von Chiang Mai, einer Stadt im Norden Thailands, bekannt für seine über 700 Tempel.
Und die Tempel waren auch das erste, was ich mir anschaute.
Ein ganz besonderer Tempel ist der Wat Prathat Doi Suthep, etwas außerhalb und auf einem Berg und entsprechend mit einer Sicht auf ganz Chiang Mai.
Außerdem lernte ich in einer Kochschule ein paar Gerichte der thailändischen Küche zu kochen.
Und zum Schluss nahm ich an einer zweitägigen Wanderung durch den Dschungel im Norden, die den Besuch eines Elefenatencamps, eine Wanderung (insgesamt 1000 Höhenmeter bei 33 Grad), eine Übernachtung in einem Dorf von Einheimischen und eine Fahrt auf einem Bambusfloß beinhaltete.
Die Nachtmärkte in Chiang Mai bieten übrigens eine tolle Möglichkeit zum essen und einkaufen.
Insgesamt blieb ich fünf Nächte in Chiang Mai und mein nächster Halt wird Pai, eine kleine Stadt in der wunderschönen Berglandschaft nördlich von Chiang Mai, sein.
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